12.09.2019

Einführung von manipulationssicheren Registrierkassen verschoben

Die geplante bundesweite Umsetzung der GoBD-Verordnung zur Einführung von manipulationssicheren Registrierkassen zum 01.01.2020 kann nicht fristgerecht durchgeführt werden. Grund dafür ist offenbar eine Verzögerung bei der Konzeption der erforderlichen Zertifizierungen, der sogenannten „technischen Sicherheitseinrichtung“ (TSE), nach der alle Registrierkassen auf- bzw. nachgerüstet werden müssen.

Da man erst zum Ende des Jahres mit dem Abschluss der Zertifizierungsverfahren rechnet, ist eine Implementierung auf Softwareseite in diesem Jahr nicht mehr möglich, denn ohne die Finalisierung der Zertifikate können die Software-Anbieter nicht die erforderlichen Updates liefern. Die Deutsche Industrie und Handelskammer sowie die Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft haben deshalb einen Aufschub der gesetzmäßigen Einführung gefordert.

Die rund 2 Millionen Kassen in den deutschen Betrieben noch vor dem bevorstehenden Weihnachtsgeschäft entsprechend der Vorgaben zu aktualisieren, erscheint auch dem BMF (Bundesministerium der Finanzen) unrealistisch. Daher soll die Frist zur rechtlich verpflichtenden Umrüstung voraussichtlich bis in das nächste Jahr verschoben werden. Es werde ein sogenannter „Nichtbeanstandungserlass bis zum 30. September 2020“ angestrebt. Ein offizielles Dokument dazu ist bisher allerdings noch nicht veröffentlicht worden.

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